Du nutzt ChatGPT oder Claude, aber die Ergebnisse sind... mittelmäßig? Keine Sorge, du bist nicht allein. Nach über 1000 Stunden Arbeit mit KI-Tools – inklusive der Entwicklung einer kompletten Social-Media-Plattform – habe ich die gleichen Fehler gemacht. Und genau diese Fehler möchte ich dir heute zeigen, damit du sie nicht wiederholen musst.
📋 Inhalt
Fehler #1: Zu vage Prompts schreiben
Die meisten Menschen schreiben Prompts wie "Schreib mir einen Text über Marketing" und wundern sich, warum das Ergebnis generisch ist.
❌ Schlecht: "Schreib mir einen Text über Marketing"
✅ Besser: "Schreib einen LinkedIn-Post (max. 1300 Zeichen) über Content-Marketing für B2B-Softwareunternehmen. Zielgruppe: Marketing-Manager in KMUs. Ton: professionell aber nahbar. Inkludiere einen konkreten Tipp und eine Frage am Ende."
Je spezifischer dein Prompt, desto besser das Ergebnis. Gib Format, Länge, Zielgruppe, Ton und gewünschte Elemente an.
Fehler #2: Keinen Kontext geben
ChatGPT und Claude wissen nichts über dich, dein Unternehmen oder deine Situation – außer du sagst es ihnen. Kontext ist der Unterschied zwischen einer 5/10 und einer 9/10 Antwort.
💡 Pro-Tipp: Erstelle dir ein "Kontext-Template", das du am Anfang jeder Konversation einfügst. Zum Beispiel: "Ich bin [Rolle] bei [Unternehmen]. Wir [was ihr macht]. Unsere Zielgruppe ist [Zielgruppe]. Mein Schreibstil ist [Ton]."
Fehler #3: Die erste Antwort akzeptieren
Die erste Antwort der KI ist selten die beste. Sie ist ein Startpunkt, kein Endergebnis. Die wirkliche Magie passiert in der Verfeinerung.
Nach der ersten Antwort solltest du:
- Feedback geben: "Gut, aber mach den Ton lockerer"
- Spezifischer werden: "Fokussiere mehr auf den ROI-Aspekt"
- Nachfragen: "Kannst du das mit einem konkreten Beispiel erklären?"
- Alternativen fordern: "Gib mir 3 verschiedene Versionen"
Fehler #4: Alles in einem Prompt
Komplexe Aufgaben in einem einzigen Prompt zu lösen, überfordert die KI und führt zu schwachen Ergebnissen.
"Schreib mir eine komplette Marketingstrategie mit Budget, Kanälen, Content-Plan, KPIs und Timeline für mein Startup."
Teile komplexe Aufgaben in Schritte auf:
- "Lass uns eine Marketingstrategie entwickeln. Zuerst: Welche Fragen musst du mir stellen?"
- "Basierend auf meinen Antworten: Welche Kanäle empfiehlst du und warum?"
- "Jetzt erstelle einen Content-Plan für Kanal X"
- usw.
Fehler #5: Die KI nicht korrigieren
Viele Menschen akzeptieren falsche oder unpassende Antworten, anstatt die KI zu korrigieren. KI lernt aus deinem Feedback (innerhalb der Session).
Wenn etwas nicht stimmt, sag es:
- "Das ist nicht ganz richtig. [X] sollte eigentlich [Y] sein."
- "Der Ton ist zu förmlich. Mach es lockerer."
- "Das Beispiel passt nicht zu meiner Branche. Nutze stattdessen..."
Fehler #6: Keine Rolle zuweisen
Eine der mächtigsten Techniken ist das "Role Prompting". Du sagst der KI, wer sie sein soll.
"Du bist ein erfahrener Copywriter mit 15 Jahren Erfahrung im Tech-Bereich. Du hast für Unternehmen wie Salesforce und HubSpot gearbeitet. Dein Stil ist prägnant, datengetrieben aber menschlich."
Mit einer klaren Rolle bekommst du:
- Konsistentere Ergebnisse
- Mehr Expertise im Output
- Passenden Schreibstil
Fehler #7: Die falsche KI für die Aufgabe
ChatGPT, Claude, Gemini – jede KI hat Stärken und Schwächen. Die richtige KI für die richtige Aufgabe zu wählen, macht einen riesigen Unterschied.
| Aufgabe | Beste Wahl |
|---|---|
| Lange Texte analysieren | Claude (200K Token Kontext) |
| Code schreiben | Claude oder GPT-4 |
| Kreatives Schreiben | Claude (natürlicher Stil) |
| Aktuelle Infos / Recherche | Perplexity (Echtzeit-Suche) |
| Bilder erstellen | Midjourney oder DALL-E 3 |
Fehler #8: Der KI blind vertrauen
KI macht Fehler. Punkt. Sie "halluziniert" manchmal Fakten, erfindet Quellen und kann in Spezialthemen völlig daneben liegen.
⚠️ Wichtig: Prüfe immer Fakten, Zahlen und Zitate. Nutze KI als Startpunkt für Recherche, nicht als finale Quelle. Bei kritischen Informationen: Gegenprüfen!
Fehler #9: Nicht iterativ arbeiten
Die effektivste KI-Nutzung ist ein Dialog, kein Monolog. Arbeite in Schleifen:
- Prompt → Erste Antwort
- Feedback → Verbesserte Antwort
- Verfeinerung → Noch bessere Antwort
- Finalisierung → Perfektes Ergebnis
Dieser iterative Prozess ist das "Geheimnis" hinter guten KI-Ergebnissen.
Fehler #10: Kein System haben
Die erfolgreichsten KI-Nutzer haben Systeme: Prompt-Templates, Standard-Workflows, gespeicherte Konversationen.
Was du brauchst:
- Prompt-Bibliothek: Sammle deine besten Prompts
- Templates: Für wiederkehrende Aufgaben (E-Mails, Posts, Analysen)
- Workflows: Schritt-für-Schritt Prozesse für komplexe Aufgaben
- Kontext-Dokument: Deine Standard-Infos zum Copy-Pasten
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KI ist ein unglaublich mächtiges Werkzeug – aber nur, wenn du weißt, wie du es bedienst. Die gute Nachricht: Es ist erlernbar.
Die wichtigsten Punkte:
- Sei spezifisch in deinen Prompts
- Gib immer ausreichend Kontext
- Arbeite iterativ und verfeinere
- Nutze Role Prompting
- Wähle die richtige KI für die Aufgabe
- Vertraue, aber verifiziere
- Baue dir Systeme und Templates
In meinem KI-Kurs gehe ich noch viel tiefer in diese Themen ein – mit Video-Lektionen, praktischen Übungen und einer Community, die dir hilft.
Frage an dich: Welchen dieser Fehler hast du am häufigsten gemacht? Schreib mir gerne auf LinkedIn!